Mittwoch, 21. Juli, 20 Uhr, Prinzenpalais-Platz
Namen wie Brian Eno, Robert Plant, Thom York oder TV on The Radio kommen ins Spiel, wenn es um “Tinariwen” aus Mali geht, denn sie sind ihre größten Fans. Seit dem Friedensabkommen von 1990 mit der Regierung von Mali haben die ehemaligen Tuareg-Kämpfer von “Tinariwen” ihre Kalaschnikows endgültig an den Nagel gehängt – und setzen ihre Rebellion nun mit Fender E-Gitarren fort. Der wütend melancholischer Call-and-Response-Sahara-Blues, ihr schmutziger Sound, ihr eindringliches synkopisches Spiel, ihr archaischer Rhythmus und last but not least ihre lauten Gitarren unterscheiden die World Music Award-Gewinner (BBC) vom Slowhand-Blues des verstorbenen malischen Gitarren-Altmeister Ali Farka Toure ebenso wie vom Pop-Appeal des blinden malischen Gitarren-Gotts Amadou Bagayoko. Ihr Gitarrensound wird unterstützt von Handclaps, traditionellen Trommeln wie Kalebasse und Tiendé sowie dem einsamen Klang der T’Zamàrt-Flöte. Immun gegen die Versuchung von Turntables, Sequenzern und Synthesizern singen Tinariwen, zu denen auch eine Frau gehört, mit ihren tiefen und hohen Stimmen von Wassernot (Arawan) oder von der Wüste, die sich bis in das Innerste der Menschen ausbreitet. … weiter